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Bruno Paul

Bruno Paul

Seifhennersdorf 1874 -
Berlin 1968


Bruno Paul, Architekt, Möbeldesigner und Karikaturist, beginnt seine künstlerische Ausbildung 1886 an der Kunstgewerbeschule in Dresden. 1892 zieht er nach München um dort an der Akademie der Künste sein Studium abzuschließen.
1897 gehört Bruno Paul mit Bernhard Pankok, Hermann Obrist und Richard Riemerschmid zu den Gründungsmitgliedern der Münchner Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk. Bruno Pauls Möbelentwürfe sind stark von Henry van de Velde beeinflusst, seine Metallgegenstände weisen einfache geometrische Formen auf.
Ab Februar 1897 liefert Bruno Paul regelmäßig satirische Zeichnungen für die Zeitschrift "Simplicissimus", die der Verleger Albert Langen und der Maler Thomas Theodor Heine 1896 in München nach dem französischen Vorbild des "Gil Blas illustré" gründen. Das Wochenblatt wird mit der Zeit zunehmend satirischer, und auch die Zeichnungen Bruno Pauls werden bissiger. Insgesamt entstehen von Bruno Paul in den Jahren bis 1906 etwa 500 Karikaturen.
Bis 1905 entstehen mehrere Inneneinrichtungen für Ausstellungen sowie die Ausgestaltung des Wartesaals des Nürnberger Hauptbahnhofs. Bruno Pauls Formensprache ist weniger verziert als etwa die von Bernhard Pankok oder Hermann Obrist. 1906 wird Bruno Paul als Leiter der Kunstgewerbeschule nach Berlin berufen. Mit dem "Haus Westend" in Berlin von 1907-08 arbeitet Bruno Paul erstmals als Architekt, weitere Bauten folgen.
1907 ist Bruno Paul Mitbegründer des Deutschen Werkbunds. Auf der Werkbund-Ausstellung 1914 in Köln ist Bruno Paul mit drei Bauten vertreten: dem "Gelben Haus", dem "Weinhaus" sowie der "Bierhalle". 1924 wird Bruno Paul Direktor der Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin. In den folgenden Jahren gelangt er zu internationaler Anerkennung, vor allem auch durch den Bau des Kaufhauses Macy's in New York (1925).
Das Jahr 1933 bedeutet für Bruno Paul, wie für viele andere Künstler, einen großen Einschnitt. Bruno Paul wird durch die Nazis aller seiner Ämter enthoben, er arbeitet jedoch als freier Architekt und Designer weiter.

Ketterer Kunst
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